GoodPlaceBadPlace Workshop am 14.09.13 beim „Open“ in Bozen

Der erste GoodPlaceBadPlace-Workshop in Bozen fand am 14. September 2013 in der Turin-Strasse im Rahmen des „Open“ statt. Passanten konnten teilnehmen und markierten auf einer betretbaren Stadtkarte Bozens ihre „good“ und „bad places“. Die „good places“ waren rosarote Aufkleber, schwarz hingegen waren die „bad places“. Der Workshop dauerte 4 Stunden und ca. 60 Personen nahmen daran teil. Vor allem junge Menschen, zwischen 14 und 30 Jahren wurden durch die Aufmachung des Standes und die Stadtkarte angezogen und beteiligten sich.

Als Ergebnis des Workshops zeigte sich ein äußerst positives Bild der Stadt mit vielen, quer über die Stadt verteilten „good places“. Viele der teilnehmenden Personen beurteilten ihren unmittelbaren Lebensraum als positiv;  das Festival wurde vor allem von Menschen besucht, die im Stadtviertel Europa-Neustift lebten. Markierten mit dem Aufkleber „good place“ wurden in hohem Maße Wohngebäude  im genannten Viertel.  Als positiv bewertete Einrichtungen stellten sich die Sportanlagen, wie Fußballplätze, das Stadion, Schwimmbad, Tennisplätze, Kletterhalle usw. heraus, ebenso die Naherholungsgebiete wie die Talferwiesen, Kohlern, aber auch das Eisackufer und sogar die Eisackinseln.

Die „Bad Places“ konzentrieren sich um drei Kategorien. Die Erste sind Schulen. Quer durch die Stadt wurden die verschiedenen Schulen auffällig häufig als „bad places“ definiert, sie scheinen auf der Stadtkarte sogar als überdimensionale schwarze Flächen aus. Ein weiteres leidiges Thema, welches der Workshop ersichtlich machte,  war der Müll in Bozen. Überproportional häufig wurden die Verbrennungsanlage, sowie die ehemalige Mülldeponie am Kaiserberg markiert. Dies mochte in Zusammenhang mit der Einführung des neuen Mülltrennungssystems im September 2013 in Bozen stehen. Der Großteil der weiteren als „Bad Places“ bezeichneten Orte standen in Relation mit der Verkehrssituation in Bozen. Ein Fokus wurde auf die Südeinfahrt der Autobahn, bzw. auf die Autobahn gelegt. Markiert wurde zudem das Gebiet um den Bahnhof von Bozen. Als „bad place“ wurde einerseits der Bahnhof selbst, als auch dessen Umgebung definiert, vor allem der hintere Teil des Bahnhofs in Richtung Talstation der Rittner Seilbahn, sowie darüber hinaus die Gegend bis zur Nordeinfahrt von Bozen.

Als „bad places“ wurden auch die Industriezone im Allgemeinen bzw. bestimmte Betriebe dort, der Siegesdenkmalplatz, einzelne Gebäude über die Stadt verteilt und einige Wiesenwege unter dem Schloss Siegmundskron markiert. Der „good place“ Fokus lag auf dem Stadtviertel Europa-Neustift und dort vor allem auf den Wohngebäuden.